Institut West-Östliche Weisheit an der Universität Freiburg
Das „Institut West-Östliche Weisheit an der Universität Freiburg“ wurde im Jahre 2011 durch einen Kooperationsvertrag zwischen der „Institut West-Östliche Weisheit gemeinnützige GmbH“ mit Sitz in Holzkirchen/Unterfranken und der Albert-Ludwigs-Universität zu Freiburg i. Br. gegründet, indem die „gemeinnützige GmbH“ den Status eines „An-Instituts“ an der Universität Freiburg erhielt.Ziel dieser Gründung war und ist die Konzeption und die Durchführung eines berufsbegleitenden/postberuflichen Kontaktstudiums „Spiritualität und Interkulturalität“. Damit wurde das „Institut West-Östliche Weisheit an der Universität Freiburg“ beauftragt.
Die Leitung dieses „An-Instituts“ wurde Professoren der Universität Freiburg übertragen. Diese Übertragung und die Bestellung eines Wissenschaftlichen Beirats sichern für das Kontaktstudium die „Wissenschaftlichkeit im Sinne universitärer Ansprüche“.
Die im Kontaktstudium angebotenen Themenfelder religionsphilosophischer und religionswissenschaftlicher Fragestellungen, welche sich den global unterschiedlich ausgeprägten Formen von Mystik und Spiritualitäten widmen, werden durch entsprechende Forschungen sowie Publikationen vertieft und bereichert. Dabei wird in Lehre und Forschung ein starker Akzent auf die Frage gelegt, wie sich religiöse Orientierungen und Praktiken in einer modern gewordenen Welt verhalten.
Zur Gründung dieses Instituts an der Universität Freiburg und der Planung des Kontaktstudiums führte eine Anzahl von Überlegungen. Die Notwendigkeit einer theoretisch-wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Phänomenfeld „Spiritualität und Mystik“ wurde im Jahr 2009 auf dem „Benediktushof - Zentrum für spirituelle Wege“ (Holzkirchen/Unterfranken) im Umkreis des Benediktiners und Zen-Meisters Willigis Jäger erkannt. Vielleicht ist es kein Zufall, dass die Idee zu diesem Projekt hier geboren wurde. Denn grundsätzlich zeichnet sich immer klarer ab, dass in einer globalisierten Welt angesichts von Transformationsprozessen überkommener Religiositäten und unabsehbaren Dynamiken eine theoretische Orientierung umso dringlicher wird.
In den folgenden Jahren wurden durch Kontakte der „West-Östliche Weisheit Willigis Jäger Stiftung“ zur „Arbeitsstelle für Religionswissenschaft und Religionstheologie“ an der Universität Freiburg i. Br., Stelleninhaber Prof. Dr. Dr. Bernhard Uhde, diese Gedanken weitergeführt.
In gegenseitiger Absprache und Beratungen mit dem Rektorat der Universität Freiburg, dem Dekan und Mitgliedern der Theologischen Fakultät dieser Universität und der von der Universität getragenen „Freiburger Akademie für universitäre Weiterbildung“ („FRAUW“) konnten sowohl die Einrichtung des Kontaktstudiums wie die Gründung des „Instituts West-Östliche Weisheit an der Universität Freiburg“ konzipiert und schließlich durchgeführt werden. Die Inhalte der Kooperation zwischen dem „Institut West-Östliche Weisheit gGmbH mit Sitz in Holzkirchen/Unterfranken“ und der Universität Freiburg sind in einem Kooperationsvertrag geregelt.
Mit dem Kontaktstudium „Spiritualität und Interkulturalität“ wird eine bestehende Lücke im akademischen Weiterbildungsbereich geschlossen. Universitäre Lehrkräfte unterschiedlicher Fachrichtungen lehren die wichtigsten spirituellen Traditionen, stellen sie in den universitären Diskurs. Den Studierenden wird die Möglichkeit geboten, Wissenszuwächse zu erzielen, aber auch kritisch mit religiösen Orientierungen und Praktiken umzugehen.
Da das „Institut West-Östliche Weisheit an der Universität Freiburg“ den Status eines so genannten „An-Instituts“ erhalten hat, ist es eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im universitären Bereich und daher ausschließlich akademischer Wissenschaftlichkeit verpflichtet. Nur deshalb kann das Institut in Zusammenarbeit mit der „Freiburger Akademie für universitäre Weiterbildung“ den Teilnehmern des Kontaktstudiums nach erfolgreichem Abschluss ein universitäres „Diploma of Advanced Studies“ vergeben.
Das Institut wird derzeit von zwei Direktoren geleitet: Prof. Dr. Dr. Bernhard Uhde und Prof. Dr. Dr. Thomas Böhm. Derzeit arbeiten am Institut Frau Dipl.-Theol. Friederike Schmidt, Herr Dipl.-Theol. Fabian Freiseis und Herr Dipl.-Theol. Michael Vollstädt. Außerdem ist Frau Monja Maier als studentische Mitarbeiterin am Institut tätig.